Über den Umgang mit Journalisten

Wenn Sie beginnen, Pressemitteilungen zu verschicken, werden Sie früher oder später direkt mit Journalisten in Kontakt kommen. Sei es, dass diese Sie anrufen, um Details zu Ihrem Thema zu erfahren, sei es, dass Sie selbst zum Telefonhörer greifen oder sich auf den Weg in die Redaktion machen. Es gibt allerdings ein paar Punkte, die Sie beherzigen sollten, um keinen negativen Eindruck zu hinterlassen.

Journalisten haben keine Zeit

Die meisten Journalisten haben Termindruck und müssen noch am gleichen Tag nicht nur Meldungen sichten, sondern spannende Artikel oder Berichte verfassen. Zeit ist aus diesem Grund kostbar. Ein längerer Plausch ist nur selten drin. Wenn Sie mit einem Redakteur oder Journalisten ins Gespräch kommen, bleiben Sie deshalb am besten nah am Thema und stellen Ihr Anliegen knapp und vor allem präzise vor. Dabei sollten Sie noch Informationen in der Hinterhand haben, die in einer eventuell schon verschickten Pressemitteilung nicht genannt sind. Werfen Sie Ihrem Gesprächspartner ruhig ein paar kleine Brocken vor die Füße. Das schafft Aufmerksamkeit, Interesse und mittelfristig einen guten Draht. Beachten Sie bei Ihren Kontaktversuchen, dass die meisten Redaktionen morgens eine Sitzung haben und abends der Redaktionsschluss naht. Die beste Zeit, um mit Journalisten zu sprechen, ist Mittag oder der frühe Nachmittag.

Vermeiden Sie Fehler

Häufig passieren im Umgang mit Journalisten Fehler. Diese lassen sich im Prinzip in zwei wichtige Aspekte zusammenfassen. Zum einen sollten Sie nicht den Fehler machen, sich nicht in die Situation eines Journalisten hineinzuversetzen. Ihr Gegenüber bekommt täglich mehrere Dutzend (oder mehr) Pressemitteilungen, die er meistens kaum ganz lesen wird, wenn die Überschrift oder der erste Absatz nicht gut genug ist. Verzichten Sie daher auf das „Nachfassen“, ob etwas angekommen ist. Wenn etwas interessant und gut genug ist, melden sich die Medien bei Ihnen oder drucken es. Haben Sie auch bei großer Enttäuschung Verständnis, wenn Ihre Meldung am Ende doch von der des örtlichen Kaninchenzüchtervereins verdrängt wird. Das trifft auch bei Zusagen zu, denn am Ende entscheidet der Chefredakteur, was veröffentlicht wird, nicht allein Ihr Kontakt in den Medien. Der zweite Punkt ist etwas heikel. Häufig haben Anzeigenkunden eine Erwartungshaltung. Sie wünschen Berichterstattung. Sie sollten die Werbung aber nicht mit den redaktionellen Anliegen vermischen. Das klingt für Medien nach gekaufter Berichterstattung – und darauf reagieren die meisten Vertreter dieser Zunft äußerst allergisch.

Stetige Pressearbeit und freundliches Auftreten

Ein freundliches Auftreten ist selbstverständlich. Wenn Sie sich dazu bemühen, die Medien zu verstehen, und keinen Groll hegen, wenn ein zugesagter Artikel am Ende doch nicht veröffentlicht wird, können Sie sich mit regelmäßiger Pressearbeit einen guten Stand bei den Medien erarbeiten. Das benötigt oft etwas Zeit. Versuchen Sie es aber mit der Brechstange, werden Sie sehr häufig das Gegenteil erreichen.