Pressemitteilung: Wie den Aufbau gestalten?

Beim Erstellen einer Pressemitteilung sind einige Regeln zu beachten. Grobe Patzer im Aufbau oder in der Wahl der Ansprache werden unweigerlich zur Folge haben, dass die Meldung nicht den Weg in die Medien findet. Das gilt ganz besonders für die klassischen Medien, aber auch Online-Pressemitteilungen müssen diesen Anforderungen genügen.

Die W-Fragen

Wenn Sie eine Pressemitteilung verfassen, achten Sie darauf, im ersten Absatz alles Wesentliche zu sagen. Sie müssen in zwei oder drei Sätzen die großen W-Fragen beantworten: Wer hat wann und wo was und wie warum gemacht und woher stammt die Information. Die Grundregel lautet dabei, in kurzen Sätzen sofort das Wesentliche zu schreiben. Erst in den folgenden Absätzen werden die Punkte bei Bedarf ausführlicher erläutert. Findet der Journalist am Anfang des Textes diese Informationen nicht, hat die Meldung nur wenig Chancen auf eine Veröffentlichung. Denn bei unzähligen Pressemitteilungen, die ein Journalist jeden Tag zugeschickt bekommt, wird er sich nicht erst mühsam durch einen Bandwurmtext quälen. Journalisten wollen Fakten – und zwar ganz oben.

Kurz und verständlich

Im weiteren Text empfiehlt es sich, diese wichtigen Fakten ausreichend in verständlichen Worten zu erklären, sich dabei aber kurz zu fassen. Es ist ratsam, die wichtigsten Informationen gleich im zweiten Absatz auszuführen. Finden Journalisten nicht früh genug im Text einen Aufhänger für Ihre Meldung, verlieren sie eventuell das Interesse. Außerdem ist es möglich, dass ein Redakteur aus Zeitmangel die Meldung tatsächlich komplett übernimmt. Wird im Zuge der Schlussredaktion der Text gekürzt, wird immer von hinten nach vorne gekürzt. Bringen Sie also die wichtigsten Fakten vorne, dann bleiben diese eher erhalten.

Der Aufbau der Pressemitteilung wird erheblich aufgelockert, wenn Sie Zitate bringen und diese führenden Mitarbeitern zuordnen. Solche Zitate sind das Salz in der Suppe und machen eine von den Medien aufgegriffene Meldung glaubwürdiger, da es einen Bezug zu einer Person gibt. Allerdings gilt bei den Zitaten ebenfalls, sich kurz zu fassen.

Standards nicht vergessen

Am Schluss der Pressemitteilung sollten Sie die Wort- und Zeichenzahl (mit Leerzeichen) des Textes nennen. Ebenso darf der Name eines direkt erreichbaren Ansprechpartners nicht fehlen. Zum guten Stil gehört ebenfalls, ein Datum für die Meldung zu setzen und bei klassischen Pressemitteilungen das Wort „Pressemitteilung“ oder „Presseinformation“ sichtbar über dem eigentlichen Text zu platzieren. Weiterhin sind ein breiterer Randstreifen und ein größerer Zeilenabstand (1,5- oder zweifach) zum Ergänzen handschriftlicher Anmerkungen gerne gesehen.

Schließlich sollten Sie sich noch einmal in Erinnerung rufen, dass die Würze in der Kürze liegt. Verzichten Sie auf mehrseitige Meldungen, fassen Sie sich kurz. Wenn Sie alle diese grundlegenden Rahmenrichtlinien einhalten, hat Ihre Pressemitteilung eine gute Chance, veröffentlicht zu werden.