Pressemitteilung, der richtige Stil

Beim Verfassen einer Pressemitteilung lauern einige Fallstricke. Ebenso wichtig wie ein formal richtiger Aufbau und ein interessanter Inhalt ist der Stil. Pressemitteilungen, die nicht in der üblichen Art und Weise formuliert sind, haben nur wenig Chance auf eine Veröffentlichung in den klassischen Medien. Zwar ist es im Internet einfacher, Meldungen zum Beispiel über Presseportale zu verbreiten, aber auch Online-Pressemitteilungen sollten gut und handwerklich richtig formuliert sein.

Aktualität auch durch den Stil

Wichtigste Regel: Schreiben Sie im Präsens, wenn es möglich ist. Eine Pressemitteilung in der Vergangenheitsform führt dazu, dass die Meldung von den Medien als nicht mehr aktuell angesehen wird. Diese Form ermöglicht zudem eine lebendigere Formulierung und suggeriert auch nach einigen Tagen noch Aktualität.

Verständliche Sprache

Vermeiden Sie beim Verfassen einer Pressemitteilung lange oder verschachtelte Sätze sowie unnötige Fachausdrücke oder Amtsdeutsch. Dazu gehört auch, falsche substantivierte Verbformen durch sinnvolle Ausdrücke zu ersetzen. Es heißt eben nicht „die Operationalisierung“, sondern „das Operationalisieren“. Noch besser ist es allerdings, einen Satz zu bilden, der das Wort in eine Verbform umwandelt. Achten Sie insgesamt darauf, dass Ihr Text aus kurzen und klaren Sätzen besteht. Idealerweise versteht jedes Kind, was Sie ausdrücken möchten.

Keine Werbebotschaften

Wenn Sie eine Pressemitteilung verfassen, müssen Sie ganz besonders auf eine sachliche und nicht werbende Schreibweise achten. Der Stil soll einen neutralen und informativen Charakter haben. Richtig ist es, die Pressemitteilung im Stil einer Nachricht zu verfassen und dabei die Wir-Form zu vermeiden. Beispielsweise heißt es nicht: „Wir haben heute ein tolles neues Einsatzauto gekauft.“ Richtig wäre: „Die Feuerwehr Berlin hat heute ein neues und gut ausgestattetes Einsatzfahrzeug erworben.“ Die neutrale Formulierung gehört zum guten Stil und erleichtert die Arbeit der Journalisten.

Ebenso verpönt wie die Wir-Form sind Schreibweisen in Versalien. Wer in Großbuchstaben schreibt, der schreit, heißt es unter Journalisten. Verzichten Sie aus diesem Grund auf Wörter in Großbuchstaben. Das gilt selbst dann, wenn es sich um einen Firmennamen oder eine Marke handelt.